Trans4mind
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13. Selbstachtung erzeugen

Wie würden Sie sich selbst beschreiben? Hier ist eine Liste von Adjektiven - Tugenden Lasten, Stärken und Schwächen - die auf Sie zutreffen können oder auch nicht. Dieser Liste könnten noch sehr viele andere Eigenschaften hinzugefügt werden.

künstlerischfröhlichverantwortungsvoll
sarkastischstolznutzlos
unfähig depressivschön
freundlichzugänglichextrovertiert
scheuaggressivschüchtern
überheblichmanipulierendliebevoll
langweiligfeinfühligemotional
schlampigdummenthusiastisch
bescheidenverlegenintrovertiert
interessantverschlossennachdenklich
besorgtängstlichkreativ
selbstgerechtbeschämtselbstsicher
hässlichfaulunterstützend
einzigartigtolerant flexibel
klugärgerlich passiv
anspruchsvollglücklichrücksichtsvoll
aktivliebenswertintelligent
unartikuliertintoleranttaktvoll
scharfsinnigunsichermisstrauisch
wertlosunattraktivtalentiert

 
Es gibt jede Menge anderer Attribute. Sie könnten sich selbst betrachen unter dem Aspekt wie andere Sie sehen, Aussehen, Betragen, Leistung bei der Arbeit, Privatleben, Beziehungen, soziale Stellung, geistige Fähigkeiten, Ich-Bewusstsein und Sexualität.

Natürlich sind wir all dies irgendwann einmal. Machen Sie nun jedoch eine Liste aller Eigenschaften - aus der obigen Liste oder was Ihnen sonst einfällt - von denen Sie denken, dass Sie sie fast nie sind: "Ich bin fast nie..."

Jetzt eine Auflistung all der Dinge, die Sie glauben, fast immer zu sein: "Ich bin fast immer..."

Welche dieser Beschreibungen sehen Sie als die Wichtigsten an, d.h. Ihre darunterliegenden persönlichen Überzeugungen über Sie selbst? Wie sehen Sie sich? Sind Ihre Kernüberzeugungen anerkennend oder kritisch; haben Sie eine hohe oder geringe Selbstachtung?

Schauen Sie sich all die kritischen Aussagen an, die Sie aufgelistet haben und stellen Sie sich vor, Sie sagen das über jemand anderen. Wären Sie jemand anderem gegenüber so hart und vorschnell urteilend? Wie würden Sie sich fühlen, wenn jemand anderer Sie so beschreiben würde?

Wenn Sie es anerkennen und glücklich damit sind, die Person zu sein, die Sie beschrieben haben, in Ordnung. Fragen Sie sich jedoch, ob dies bedeutet, dass Sie einen bestimmten Bereich in sich ruhig halten, außer Sichtweite und damit auch aus dem Sinn. Wenn Sie vermuten, dass dies der Fall ist, schauen Sie sich an, welcher Bereich das sein könnte.

Den inneren Kritiker entwaffnen
Nehmen Sie sich jede negative Aussage einzeln vor und prüfen Sie sie anhand der folgende Liste darauf, ob sie realistisch ist:

  • Ist aus einem einzelnen Beispiel eine allgemeine Regel abgeleitet worden?
  • Wird nur kleinen Bereichen Ihrer Erfahrung übermäßige Aufmerksamkeit gewidmet?
  • Handelt es sich um eine übertriebene Beschreibung anstatt einer akkuraten?
  • Denkt Ihr Kritiker in Begriffen von schwarz und weiß? Besteht er z.B. darauf, dass alles, was Sie tun, brilliant zu sein hat, ansonsten tut er es als Unsinn ab?
  • Erwartet Ihr Kritiker, dass Sie die Verantwortung für Ereignisse übernehmen, die außerhalb Ihrer Kontrolle liegen?
  • Nimmt Ihr Kritiker an, dass sich die ganze Welt um Sie und Ihre Interessen dreht?
  • Haben Sie Gedanken gelesen?
  • Wissen Sie sicher, dass andere Menschen Sie nicht mögen, Ihnen nicht vergeben oder sich nichts aus Ihnen machen?
  • Nimmt Ihr Kritiker an, dass Sie nicht verantwortlich oder ein hilfloses Opfer sind?
  • Ist Ihr innerer Kritiker unangemessen emotional?
Prüfen Sie bei jeder negativen Aussage, ob Sie sie mit einer rationaleren Aussage widerlegen können, z.B. "Es kann sein, dass ich manchmal Dinge missverstehe, aber das heißt nicht, dass ich dumm bin."

Finden Sie eine Ausnahme oder eine entsprechende Stärke für jede Schwäche oder negativen Charakterzug.

Denken Sie an Freunde oder Menschen, die Sie mögen trotz ihrer unseligen Angewohnheiten oder unerwünschten Charakterzüge. Versuchen Sie, dieselbe Haltung Ihren eigenen Charakterzügen gegenüber einzunehmen - schließen Sie mit sich selbst Freundschaft.