Trans4mind
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18. Probleme in Herausforderungen verwandeln

Das Kennzeichen für einen erfolgreichen Menschen ist nicht ob er Probleme hat oder nicht, sondern ob er dieselben Probleme hat wie letztes Jahr! Mit anderen Worten: versteht er Probleme? Und löst er diese Probleme? Oder macht er sich nur Sorgen und ist beunruhigt, tut aber nichts?

Jeder hat Probleme. Wenn wir ein Ziel haben, gibt es auch Hürden, die dem Erreichen dieses Ziels entgegenstehen - sonst wäre es zu einfach und würde keinen Spass machen. Ein durch ein Hindernis blockiertes Ziel ist ein Problem. Diese Hürde zu überwinden und das Ziel zu erreichen, daraus besteht das Spiel des Lebens. Man nennt das auch Problemlösung. Ohne Probleme als Herausforderung wäre das Leben wirklich langweilig! Probleme sind die Essenz des Lebens. Schwierigkeiten treten dann auf, wenn Sie sich von einem Problem abhängig machen - wenn das Problem Sie hat, nicht Sie das Problem. Dann erleben Sie Stress und Sorgen.

Wenn ein Problem Sie hat, dann erkennen Sie nicht, dass Sie es erschaffen. Sie wissen nicht, dass Sie und ganz alleine Sie etwas tun müssen, um das Problem zu lösen - wenn Sie es denn lösen wollen. Sie warten darauf, dass etwas geschieht oder dass jemand anderer das Problem für Sie löst oder dass die Angelegenheit im Sande verläuft. Sie sehen nicht klar, stellen sich nicht der Realität, sehen die Wahrheit nicht und sind deswegen nicht in der Lage, das Problem zu lösen. Und das ist überhaupt nicht lustig. Man nennt das auch: nicht die Verantwortung übernehmen und sich ausgeliefert fühlen.

Wenn Sie ein Problem haben, dann wissen Sie, dass Sie es erzeugt haben, weil Sie etwas wollten - Ihr Ziel - und es gibt immer Hürden, bis man ein Ziel erreicht. Also haben Sie ein Ziel, dem ein Hindernis entgegensteht - ein Problem! Sie wissen, dass Sie etwas tun müssen, um das Hindernis zu überwinden und sich weiter in Richtung auf das Ziel zu bewegen. Und Sie selbst sind es, der es tun muss (niemand sonst kann es). Und Sie tun es! Sie lösen das Problem und es macht Spass! Das nennt man auch Verantwortung übernehmen und Herr/Frau seines Lebens zu sein.

Es gibt immer irgendwelche Probleme im Leben. Die Frage ist: sind Sie es der Probleme hat oder haben die Probleme Sie? Besser, die Probleme in Herausforderungen umzuwandeln, ein Spiel, das Sie geniessen können.

Zuerst müssen Sie die Probleme in Ihrem Leben indentifizieren und es gibt unweigerlich viele davon! Die folgende Methode wird Sie dabei unterstützen, einige Probleme herauszufinden, die Ihnen eventuell gar nicht bewusst sind, vielleicht weil Sie sich so an sie gewöhnt haben...

Übung
Stellen Sie sich folgende Fragen:

  1. "Was tun Sie in Ihrem Leben, das Sie tatsächlich tun wollen?"
  2. "Was in Ihrem Leben, das Sie tatsächlich tun wollen, tun Sie nicht?" Mit anderen Worten, was würden Sie gerne tun, das Sie trotzdem nicht tun?
  3. "Was tun Sie in Ihrem Leben, was Sie nicht tun möchten?"
  4. "Was in Ihrem Leben, das Sie tatsächlich nicht tun wollen, tun Sie nicht?"
Frage 4 zeigt die Dinge auf, die ein Mensch wirklich nicht tun will und deshalb nicht zu einem Teil seines Lebens macht. Er mag zum Beispiel nicht für jemand anderen arbeiten und schränkt auf diese Weise seine Wahlmöglichkeiten ein.

Stellen Sie sich diese Fragen solange, bis Ihnen keine Antworten mehr einfallen.

Jetzt schauen Sie sich das Ergebnis an. Die Antworten, die Sie auf die Fragen 2 und 3 notiert haben, sind die 'Problemzonen' in Ihrem Leben. Die Antwort zu Frage 4 kann auch ein ungelöstes Problem darstellen. Mit diesen Informationen - und hoffentlich einer größeren Klarheit in Bezug auf Ihre Situation - sind Sie in der Lage, den tatsächlich zugrundeliegenden Ursprung der Probleme anzugehen.

Hinweis: Wenn Energiemangel ein Problem ist, dann machen Sie sich klar, dass Sie geistige Fitness fördern können, indem Sie körperlich fit werden und dass Sport Ihnen mehr Energie gibt als nimmt. Man kann sich Erschöpfung auch einreden, die meisten Menschen sind so müde, wie Sie es wählen, zu sein.

Wenn Sie praktische Probleme haben praktische Probleme, dann unternehmen Sie etwas, um das Problem zu lösen, anstatt sich Sorgen zu machen und sich über die Dinge zu beschweren. Die meisten Probleme haben eine einfache Lösung: Sie können abnehmen, indem Sie weniger essen, Sie können aufhören zu rauchen, indem Sie einfach damit aufhören. Einfach, aber nicht unbedingt leicht durchzuführen, sonst hätten Sie es bereits getan.

Um aus der Sackgasse herauszukommen, müssen Sie sich die Gegen-Absicht anschauen, die Sie zurückhält. Ich esse gerne und ich rauche gerne, aber warum? Üblicherweise handelt es sich bei dem Warum um unerfüllte Bedürfnisse, für die der Zwang ein Ersatz ist. Was für einem Thema stellen Sie sich nicht? Finden Sie das tatsächlich zugrunde liegende Problem und bringen Sie das ins Reine. Bekommen Sie mehr Klarheit darüber, um die verzerrten Gedanken herauszufinden, die aus dem Problem ein größeres Hindernis gemacht haben, als es in Wirklichkeit ist.

Was es dann braucht ist tägliches bewusstes Bemühen, ausgerichtet auf ein Ziel, vom dem Sie wirklich glauben, dass es der Mühe Wert ist. Beobachten Sie sich selbst dabei und wenn Sie sich ablenken lassen, dann rufen Sie sich selbst wieder zur Ordnung. Konzentrieren Sie sich erneut und fangen Sie wieder an.

Wenn Sie auf ein Ziel hinarbeiten, auf etwas, das Sie erreichen wollen, helfen zwei Dinge ganz prima. Das erste ist, ein ganz klares Bild davon zu haben, wohin Sie wollen und wie es sein wird, wenn Sie es erreichen. Fühlen Sie es mit allen Sinnen, so als ob Sie es bereits erreicht hätten.

Zweitens, messen Sie Ihren Fortschritt nicht daran, wie weit es noch ist, bis Sie Ihr Ziel erreichen, sondern daran wie weit Sie schon gekommen sind. Machen Sie sich klar, wie wichtig Ihre ersten Schritte sind. Wenn Sie sich daran halten, werden Sie ankommen.