Trans4mind
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19. Schwierige Zeiten

Wenn sich im Leben schmerzliche Dinge ereignen, wie der Verlust des Arbeitsplates, dem Scheitern einer Beziehung, Krankheit oder wenn man bei einer wichtigen Aufgabe versagt hat, dann ist das natürlich schmerzlich. Genau wie der Schmerz, den wir fühlen, wenn wir hinfallen, ist es eine Realität die wir akzeptieren müssen, uns dann aufrappeln und ein klein wenig weiser weitermachen.

Auf Grund des Schmerzes kann es sein, dass wir versucht sind, der Realität des Lebens durch Widerstand und Verleugnung auszuweichen. Es geschieht etwas Schlimmes und wir schauen weg. Wir geben vor, kein Problem zu haben, wenn wir eines haben - "Es ist nicht mein Problem, dass die Verkaufszahlen zurückgegangen sind," "Ich bin nicht ärgerlich darüber, dass sie gegangen ist, ein Glück, dass ich die los bin." Das Problem geht jedoch nicht einfach weg und unsere unterdrückten Gefühle genausowenig - sie bauen sich auf und schwären im Inneren, verursachen Angst, Anspannung, Depression und eine ganze Reihe anderer stressbedingter Probleme. Die emotionale Energie, welche diese unterdrückten Gefühle erzeugen, bringt Sie irgendwann dazu sich auf eine Art und Weise zu verhalten, die Sie nicht mögen oder verstehen und die Sie nicht kontrollieren können.

Eine andere Art, die Realität zu vermeiden, ist die Übertreibung. Das geschieht, wenn Sie die Situation schlimmer darstellen, als sie ist, um Ihren Widerstand zu rechtfertigen. Wann immer etwas ein klein wenig Unerfreuliches passiert, fangen Sie an, sich alles vorzustellen, was schiefgehen könnte, so als ob dies real wäre und bereits passieren würde. Natürlich halten Sie das nicht durch und 'explodieren' oder verlieren die Beherrschung, um den Druck der aufgestauten Emotionen abzulassen. Das kann sich gut anfühlen, weil es das Gefühl in eine Handlung umsetzt - aber es ändert nichts an der Wirklichkeit der Situation, der Sie sich immer noch nicht stellen.

Eine dritte, allgemein übliche Art mit Gefühlen fertigzuwerden ist der Versuch, das Thema vollständig zu vermeiden, indem man sich stattdessen ablenkt - reden, fernsehen, essen, rauchen, trinken, Drogen, Sex, usw. Aber trotz der Versuche, ihnen zu entkommen, sind das Problem und unsere Gefühle dazu immer noch da - und fordern immer noch ihren Tribut in Form von Stress.

Es gibt jedoch noch eine andere Möglichkeit mit einem Gefühl umzugehen - Sie können sich darauf konzentrieren, es vollständig durchleben und es dann loslassen: geben Sie es ab, entlassen Sie es, wie in Lektion 10 beschrieben. Loslassen erfordert Akzeptanz; Akzeptanz tritt ein¬¬ wenn wir nicht länger Widerstand leisten - die Welt nicht mehr nur in Schwarz und Weiß einteilen, nicht länger urteilen. Wenn wir unsere Fähigkeit zu bedingungsloser Liebe anzapfen, einschließlich der Liebe zu uns selbst.

Wann immer Sie auf irgendeine Weise Unbehagen verspüren, leisten Sie der Tatsache Widerstand, dass eine Person, Situation oder eine Sache so ist, wie sie ist. Das kann unbewusst und automatisch geschehen, nichtsdestotrotz stammt all das Leiden, Unbehagen, die Schmerzen daher, dass man das, was ist, nicht so sein lässt, wie es ist. Wenn Sie in der Lage wären, dem was ist absolut keinen Widerstand entgegenzusetzen, würde das Leben leicht und glücklich dahinfließen, ohne jegliches Unbehagen, egal wie die äußeren Umstände auch immer sein mögen.

Das heißt nicht, dass Sie nichts tun können, um die Dinge zu verändern. Es bedeutet einfach nur, dass Sie nicht mehr leiden, wenn Sie mit Dingen konfrontiert werden, die so sind wie sie sind und nicht geändert werden können.

Tun Sie alles, um zu erschaffen, was Sie wollen, aber seien Sie nicht abhängig vom Ergebnis; auf diese Weise kann Ihr Grad des Wohlbefindens gleich bleiben, unabhängig vom Ergebnis. Glücksgefühle kommen von innen, nicht davon, was um Sie herum geschieht oder nicht geschieht.

Wenn Sie sich ändern wollen oder anderen helfen, sich zu ändern, müssen Sie Informationen sammeln, die wahrnehmbaren Teile eines Problems, die Symptome mit denen man sich unwohl fühlt. Dies ist der momentane Zustand.

Dann gibt es da den gewünschten Zustand: ein Ergebnis, das Ziel der Veränderung. Es gibt Ressourcen, die bei der Erreichung dieses Ergebnisses unterstützen und auch Nebenwirkungen, wenn man es erreicht, für sich selbst und andere. Natürlich gibt es auch Hindernisse und Schwierigkeiten. Wenn es sich jedoch um ein lästiges Problem und nicht einfach nur um eine interessante Herausfoderung handelt, dann sind da auch darunterliegende Gründe, die es als ein Problem erschaffen: was muss die Person ständig tun, um das Problem aufrechtzuerhalten und warum? Was wird nicht konfrontiert? Diese Gründe haben unweigerlich etwas mit Widerstand, Verleugnung oder Übertreibung der Realität und Unterdrückung der begleitenden Emotionen zu tun.

Die Komponente des Konflikts wohnt Problemen inne und der Trick, sie zu lösen besteht darin, in der Lage zu sein, die Gegenkomponente der eigenen Absicht herauszufinden und zu erkennen, dass man in der Tat die Situation mit verursacht hat, sonst wäre es nicht Absicht kontra Gegenabsicht - ein Problem! Die 'Lösung' für das Problem ist einfach nur die Struktur des Problems selbst zu erkennen. Die ehrliche Wahrheit der Realität der Situation zu akzeptieren und nicht länger Widerstand zu leisten. Die Verleugnung oder Übertreibung zu erkennen, die stattgefunden hat und die emotionale Anhaftung an ein Ergebnis. Die emotionale Belastung oder Verwirrung des Problems wird dann wegfallen und man kann auf angemessene Weise handeln.

Wieviel ein Mensch in seinem Leben leidet, hängt direkt damit zusammen, wie stark er der Tatsache Widerstand leistet, dass "die Dinge so sind, wie sie sind", weil sie nicht so sind, wie sie "sein sollten". Die Anhaftung daran, dass Dinge anders sein sollten, als sie sind, muss "angehoben" werden auf die Stufe der Vorliebe. Das heißt, wenn "das, was ist" nicht das ist, was Sie wollen, so leiden Sie nicht deswegen (ärgerlich, traurig, ängstlich, besorgt und so weiter werden) und Ihr Glück und Frieden werden daher nicht von Kräften kontrolliert, die außerhalb Ihrer Kontrolle liegen. Sie haben dann die nötige Klarheit, um die Situation tatsächlich viel mehr verbessern zu können.

Übung
Nehmen Sie im Verlauf Ihres Tages wahr, wenn Sie Widerstand empfinden oder das Gefühl haben, dass das, was geschieht für Sie nicht akzeptabel ist. Dann wechseln Sie Ihren Standpunkt: "Es wäre mir lieber, es wäre anders, aber ich kann das als Ausgangspunkt akzeptieren, das ist wirklich in Ordnung." Sehen Sie, was Sie über sich selbst lernen und ob es Ihnen nicht tatsächlich dabei hilft, glücklicher und erfolgreicher zu sein.